03.07.2019

Der Wunsch nach weißen Zähnen ist nicht neu.

Der Wunsch nach weißen Zähnen ist nicht neu. Bereits die alten Ägypter und Phoenizier versuchten mit Natriumkarbonat und Sonnenlicht ihr Gebiss aufzuhellen. In Urin getränkte Wickel verhalfen den Römern zu helleren Zähnen. Etwas roher ging man im Mittelalter an das Problem heran, hier wurde mit einer Feile die verfärbte Schmelzschicht entfernt.

Weiße Zähne machen jung und vermitteln den Eindruck von Gesundheit und Vitalität. Leider wird im Laufe des Lebens die Zahnfarbe durch physiologische Veränderungen im Zahninneren dünkler.

Durch gezielte Maßnahmen kann man diesem Prozess entgegegenwirken und die Zeit ein bisschen zurückdrehen. Farbveränderungen die durch Nahrungsmittel wie zB Tee, Kaffee und Rotwein entstehen, kann man sehr einfach mit professioneller Zahnreinigung unter Einsatz von Pulverstrahlgeräten entfernen.

Für Verfärbungen die durch Pigmente im Inneren der Zahnsubstanz verursacht werden, ist Bleichen das Mittel der Wahl.

Man unterscheidet 2 Formen des Bleichens : In Office und Home Bleaching. Der Zahnärztin entscheidet über das angewendete Verfahren je nach den individuellen Ansprüchen.

In Office Bleaching heißt: Die gesamte Behandlung wird in der Ordination durchgeführt. Die Intensität des Bleichmittel wird je nach Anforderung vom Zahnarzt ausgewählt und auf die Zähne aufgebracht. Die Wirkung kann durch Lampen beschleunigt werden. Innerhalb von 15min bis 1 Stunde bekommt man das gewünschte Ergebnis.

Beim Home Bleaching bekommt der Patient vom Zahnarzt vorgefertigte oder individuell angepasste Schienen und Bleichmittel nach Hause verordert. Diese werden mit Bleichmittel gefüllt und täglich für mehrere Stunden bis hin zur ganzen Nacht getragen. Die Dauer der Behandlung kann einige Wochen betragen.

Unmittelbar nach der Zahnaufhellung ist auf stark färbende Nahrungsmittel wie zum Beispiel Kaffee, Tee, Tomaten oder auch Curry bis zu 48 Stunden zu verzichten.

Um Nebenwirkungen wie Empfindlichkeit der Zähne gering zu halten ist eine gründliche zahnärztliche Voruntersuchung notwendig. Undichte Füllungen müssen erneuert werden, das Zahnfleisch darf nicht entzündet sein, Beläge sollten entfernt sein. Eine Zahnreinigung sollte vor dem Bleichen durchgeführt werden.

Bei Schwangeren, Stillenden, Jugendlichen und Patienten mit sehr empfindlichen Zahnhälsen kommt Bleichen nicht zum Einsatz.

Während und nach der Behandlung kann es zu einer vorübergehenden Empfindlichkeit der Zähne kommen. Produkte (Zahnpasten oder Gele) mit Kaliumnitrat reduzieren die Symptome und können auch einige Wochen vor der geplanten Behandlung zu Hause verwendet werden um Sensibilitäten zu reduzieren.

Ein höheres Kariesrisiko ist durch Zahnaufhellung nicht zu erwarten. Eher hat man einen Rückgang festgestellt, auch aufgrund der hohen Motivation des Patienten, die Zähne noch besser zu pflegen.